USA Diary 2008

 

 

 

 

 

 

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1. Tag Hamburg - Newark – Philadelphia

Morgens 09:00 ab HAM – klasse, hab ne ganze 3er-Reihe für mich.

Mittags 12:00 an Newark EWR - Übernahme Mietwagen am Flughafen. Der erste Wagen sagte, er bräuchte neues Öl; mehr Midsize waren aber nicht da. Hab dann einen Pontiac Sunbird V6 aus dem VIP-Fuhrpark gleicher Wagenkategorie bekommen – mit Lederimitat und erst 3000 Meilen runter; na ja bei Abgabe in Los Angeles in 3 Wochen ist der Wagen dann auch nicht mehr so ganz frisch.

 

So, nun aber los: Fahrt nach New Hope, PA, direkt am Delaware River. Der Fluss bildet die natürliche Grenze zwischen New Jersey und Pennsylvania. Sehr hübsch und antik; es gibt ’ne Museums-Eisenbahn, jede Menge Kunstgalerien und Shops mit sonstigem Gedöns. Der Ort muss im Sommer wahnsinnig voll sein, haben jedenfalls große Besucherparkplätze, die aber auch im Winter Geld kosten. Interessiert mich nicht. Auch hier gilt: Frechheit siegt!

 

Ganz in der Nähe ist Washington’s Crossing – hier im Winter 1776 kam er über den Fluss und errang einen seiner historischen Siege auf dem Weg in die amerikanische Unabhängigkeit. Im gleichnamigen State Park gibt’s jede Menge Infos – nur Montags nicht!

 

Schnell noch bis 18:00 zum AAA – neue Straßenkarten gegen Vorlage des ADAC-Ausweises einsacken. Brauch ich auch Morgen für Downtown. Weiter zum Motel 6 auf der New Jersey-Seite des Delaware Rivers unmittelbar bei Philadelphia und einchecken. Nur keine Müdigkeit – ist doch erst 01:00 Morgens deutsche Zeit. Jetzt wird eingekauft. Erst zum WalMart, dann zu REI, dann zum Aveda-Store, dann zum Supermarkt, ja und dann stellt man fest, dass es in New Jersey im Supermarkt keinen Alkohol gibt. Zum Glück hat der Liquor-Store bis 22:00 auf – mein erstes Bier (noch auf der Rückfahrt zum Motel – streng verboten)!! Dann noch Bier 2 und 3 – Ich bin fertig – Gute Nacht!

 

2. Tag Philadelphia – Lancaster, PA (Dutch country)

Um 06:00 klingelt das Handy – wer kennt da die Zeitverschiebung nicht? Egal, ich steh kurz darauf auf. Zum Glück ist ein Denny’s gleich um die Ecke. Ich liebe das amerikanische Frühstück mit Eggs, Bacon, Sausages und Pancakes. Ich bestelle die Variante, wo es von allem 2 Stück gibt – Das hält bis zum Abend vor.

Jetzt geht es mitten in der Rushhour nach Downtown Philadelphia. Es ist trüb und sie haben Regen und Schnee angekündigt. Über die Benjamin-Franklin-Bridge nur Stau – dafür darf man dann 3$ Brückenzoll bezahlen. Egal – um 08:45 ist das Auto geparkt – unmittelbar am Independance Historic National District. Erst aber zieht es mich zur Elfretht’s Alleythe Nations oldest residential street! Penn’s Landing (ja der von Pennsylvania) ist trist und unspektakulär. Dafür ist es halt Geschichte pur – von hier an reiht sich ein mehr oder weniger wichtiges (altes) Gebäude an das Nächste, bis man dann die Independance Hall vor sich hat. Der Eintritt ist frei; im Winter muss man auch kein Tour-Ticket lösen: Da wo sonst Massen von Amis sich schlau machen über Ihre Verfassung ist schlichtweg nix los. Nachdem alle Taschen und Mitbringsel gefilzt sind, gelangen ich und vier Mitstreiter in den Genuss einer kleinen privaten Führung durch den Nationalpark-Ranger. Das ist wirklich interessant und lohnt sich. Als Einführung empfehle ich den Film „Das Vermächtnis der Tempelritter“ mit Nicolas Cage und Diane Kruger.

OK, anschließend noch die Independance Bell (die mit dem Sprung) angucken (wieder Security) und ins Constitution Information Center. Anschließend lauf ich noch 3 Stunden kreuz und quer durch Philadelphia, sehe dabei Plätze, Märkte, Starbucks. Die US Mint lässt mich leider nicht rein, weil ich eine Kamera dabei habe (Gibt es auch Touristen ohne?)

Fazit: Viel interessante Geschichte, aber es gibt schönere US-Städte.

 

Es fängt an zu Regnen – macht nix – ich sitz im Auto und fahr nach Lancaster, ins sog. Dutch Country, westlich von Philadelphia. Hier wohnen die Amish. Dutch kommt übrigens von „Deutsch“ und hat mit Holland nichts zu tun. Hier fahren tatsächlich jede Menge schwarze Pferdefuhrwerke auf den Straßen – so wie man es aus dem Fernsehen kennt. Auch das sind die USA - ich bin echt beeindruckt. Motel 6 auch hier schon vorgebucht.

 

3. Tag Lancaster – Harrisburg - Wellsboro

Um 6:30 zieht es mich schon wieder aus dem Bett. Ich frühstücke auf dem Zimmer. Zunächst geht es in die Hauptorte der AmishIntercourse und Bird in Hand – hier gibt’s jede Menge kleine Läden wo man irgendwas „Home-Made“ kaufen kann. Ich entscheide mich für die Bäckerei. Gute Entscheidung! Gestärkt und mit genug Kaffee im Auto geht über kleine Straßen von einer Covered Bridge zur nächsten. Im Dutch Country gibt’s davon jede Menge. Wer kennt nicht den Film „The Bridges of Madison County“ mit Meryl Streep und Clint Eastwood.

Next Stop: Harrisburg, Hauptstadt von Pennsylvania. Absolut sehenswert ist das Capitol. Ich hab ja nun schon einige gesehen (Madison/Wisconsin, Sacramento/Kalifornien, Helena/Montana, Austin/Texas) aber dies ist irgendwie anders, gewaltiger… Auch hier wieder Rucksackscreening wie am Flughafen, aber das Haus lohnt sich. Während ich da bin, kommt eine größere Besuchergruppe der Amish/Mennoniten, stellt sich in der Rotunde auf die große Treppe und fängt an zu singen – gigantisch – ich hab’s auf Film.

 

Ich fahre weiter nach Norden. Der Grand Canyon Pennsylvanias ist mein Ziel.  Durch den Canyon fließt der Pine Creek und wird begleitet durch den gleichnamigen Bike Trail auf einer stillgelegten und zurückgebauten Bahntrasse.

Das B&B in Cammal, das ich mir ausgeguckt hatte, macht leider erst in 3 Tagen am 01. März wieder auf – also weiter. Es fängt an zu Schneien. Die Route 414, welche dem Creek stetig folgt wird immer schlechter – die Natur immer besser. Morgen werde ich hier Wandern. Um 18:00 komme ich in Wellsboro an. Das Canyon Motel ist mit 60$ einigermaßen preiswert und bietet immerhin einen Indoor-Pool und Highspeed-Internet. Nach einer Runde Schwimmen noch einen kleinen Abendspaziergang. Das Thermometer zeigt mittlerweile -11°C.

 

4. Tag Wellsboro – Pennsylvania Wilds - St. Marys


Grand Canyon East Rim und West Rim gibt’s nicht? Doch, in Pennsylvania! Ich fahre die Viewpoints ab. Auf’m Westrim sind sonst nur noch einige Skidoos unterwegs – die Straße ist aber für normale PKW noch befahrbar. Tief unten fließt der Pine Creek durch den Canyon. Ein eiskalter Wind weht hier oben. Wir haben schätzungsweise immer noch -10°C. Ich fahre runter und hike einige Stunden durch den Canyon.
Der wunderschön gelegene Ole Bull State Park weckt die Camping-Sehnsucht. – Der Campground hat sogar geöffnet. Es fehlen nur die Camper.
Weiter geht’s über den Elk Scenic Drive durch noch einsamere Gegend. Warnschilder gibt’s zur Genüge, aber die Tiere lassen sich nicht blicken – auch bei den extra eingerichteten „Elk Viewing Areas“
 
In St. Marys statte ich noch der Straub-Brewery einen Besuch ab. Auf der self-guided Brewery-Tour gibts die Gelegenheit alles zu probieren. Da sage ich natürlich nicht nein und lade anschließend eine Kiste Bier in den Kofferraum – unglaublich günstig direkt im „Fabrikverkauf“. Essen bei Pizza Hut – mir ist schlecht - selber Schuld!
Das B&B ist sehr schnuckelig. Heute geht’s mal früher ins Bett, denn Morgen ist Fahrtag!

 
5. Tag St. Mary’s – Ridgeway – I 80 – South Bend, Indiana
 
Für 07:30 hatte ich das Frühstück bestellt. Es gibt Banana-Blueberry- Pancankes, Ham und scrambled Eggs, dazu Kuchen, Obst - kurzum alles super lecker. So früh ist nur Dave mit am Frühstückstisch. Er ist seinem Job hinterhergezogen und sucht ein neues Haus im Ort; sein Altes in Ohio wird er aber nicht los - Subprime-Krise live!

Um kurz nach Acht geht’s los. Das Thermometer zeigt -18°C. Erster Stopp am frühen Morgen ist Ridgeway. Hier findet jedes Jahr in der letzten Februar-Woche das „Chainsaw-Rendezvous“ statt. Carver aus der ganzen Welt treffen sich und sägen hier um die Wette ihre Skulpturen. Jede Menge Krach und lauter skurrile Typen - aber alle sind auch Morgens schon gut drauf - trotz der Kälte!
Kann man auch Kaufen und in Garten stellen - sehr günstig, aber für'n Flieger zu schwer!

Weiter zum Interstate 80. Der wird mich nun über Hunderte von Meilen bis Chicago begleiten. Kurz vor der Grenze zu Ohio kommt dann der Schnee. Aber heftig. Den Besuch des Cuyahoga Valley National Parks südlich von Cleveland kann ich mir abschminken. Mit meinem normalen PKW komme ich da heute nicht hin.

In Indiana verlasse ich dann den Interstate und fahre auch hier durch das Sielungsgebiet der Amish.  Noch mehr - noch größer als in PA! Pferdegespanne und Autos halten sich hier die Waage.
Mein Motel 6 in South Bend hat WLAN - so soll es sein.

 
6. Tag South Bend - Indiana Dunes National Seashore - Chicago
 
Heute war ein Super-Tag! Ich sitze im Rockbottom Brewpub in Downtown Chicago Ecke Grant und Ohio und trinke mich durch die Bierkarte (Das Chicago Gold schmeckt bisher am Besten). Eben war ich im Hancock Tower im 94. Stock auf dem Observation Deck. Die Sonne ging gerade unter - geile Bilder gemacht!
Chicago ist eine Traumstadt - aber der Reihe nach:
Blauer Himmel; wie immer ziemlich früh los. Heute habe ich mir zum Frühstück mal wieder Denny's gegönnt: den Grand Slam (Bestandteile s.o.) In Michigan City lockte das Outlet Center mit einem Calvin Klein Store - also noch schnell eine Jeans für 30$ gekauft. Hier startet auch Indiana's kurze Küste des Lake Michigan. Die Uhr muss umgestellt werden - wir sind jetzt auf Central Time, also noch eine Stunde mehr Unterschied zu Deutschland.

Umgehend beginnt das Indiana Dunes National Seashore. Das ist einem National Park vergleichbar - mit Visitors Center, Rangern, usw. Ich besteige die größte Wanderdüne des Parks - schöne Aussicht auf den hier gefrorenen Lake Michigan. Aber einen Norddeutschen lassen die Dünen kalt. Kein Vergleich mit Sylt oder Dänemark. Der Unterschied ist halt, das das hier alles Süßwasser ist. Die Great Lakes bilden zusammen 20% des Süßwasservorkommens der Erde. Ich laufe ein wenig am Strand entlang und wage mich auch auf das Eis. Überall stehen Warnschilder, dass das Schelfeis brüchig und lebensgefährlich sei - no risk no fun!

Zufällig erfahre ich, dass an diesem Wochenende an anderer Stelle im Park Maple Sugar Festival ist. Jetzt am Ende des Winters ist die Zeit, die Bäume zu ernten und den Maple Syrup zu gewinnen. Die Park Ranger haben sich echt Mühe gegeben und eine für Jung und Alt interessante Sache aufgezogen.  Auf geführten Touren wird einem erklärt, wie sich die Maple-Syrup Gewinnung über die Jahrhunderte von den Indianern bis Heute entwickelt hat. Wir stechen Bäume an und hängen Eimer dran. Viel Fun für die Kids. Zum Abschluss gibt's nochmal Pancakes mit Syrup. Nebenbei erfahre ich dass der Syrup aus Indiana nicht so gut wie der aus Vermont oder Quebec ist - woran das auch immer liegt.

Irgendwann geht das Dünengebiet über in häßliche Industrie. Wir haben die Grenze zu Illinois und damit den Süden von Chicago erreicht. Langsam sind die ersten Wolkenkratzer zu sehen. Ich fahre straight nach Downtown - das Auto kann man eh nirgends vernünftig abstellen - also direkt zum vorbestellten SAX-Hotel unmittelbar bei Marina City. Valet Parking muss man sich in Chicago einfach leisten. Das Auto steht im Marina Tower Parkhaus (Jeder kennt die Szene aus dem Film, dessen Name mir gerade nicht einfällt, wo das Auto aus dem Parkhaus in den Chicago River fällt.) Das Zimmer ist nett. Aus dem 15. Stock hab ich einen schönen Blick. Ich muss los, will schließlich was sehen. Ich laufe kreuz und quer durch die Stadt - gigantisch, grandios, einzigartig - mir fehlen die Worte! Einfach selber Hinfahren, Erleben und Staunen!

Das Walleye Wheat wird nicht mein Lieblingsbier; ich bin wieder zum Chicago Gold zurück. Trotzdem, die Tippfehler heufen sich. Bis später.
 
 
7. + 8. Tag Chicago
 
Heute gibt's NHL: Ich und 19.759 andere Zuschauer erleben im United Center den 4:1 Sieg der Chicago Blackhawks gegen die Vancouver Canucks. Das Ticket hatte ich bereits vorher im Internet reserviert und dann völlig problemlos am Will Call Booth abgeholt. Insgeamt 27.000 ZUschauer passen in diese riesige Arena. Die Zeitungs schreibt am nächsten Tag, das es das Beste Spiel der Hawks in dieser Saison gewesen sein soll. Es wurde jedenfalls richtig was geboten. Zweimal wurde sich auch richtig geprügelt. In Grossaufname wurde auf der riesigen Anzeigetafel das Blut auf dem Eis gezeigt. 51 Stiche ware nötig um die Verletzung wieder zu nähen (stand auch in der Zeitung).

Ich bleibe noch einen weiteren Tag. Es gibt in Chicago so viel zu sehen - das würde den Rahmen hier sprengen und ich will ja auch keinen Reiseführer schreiben. Ein Muß sind die Magnificient Mile, die Lake Michigan Shoreline sowie die Fahrt mit der Subway über die Downtown-Loop.


9. Tag
Chicago - La Crosse - Rochester, Minnesota

 
Ich muss leider weiter. Irgendwann hören Chicago und seine Vororte dann doch auf. In bin nun schon fast im Nord-östlichen Zipel von Illinois. Hier treffe ich erst auf das Wohnhaus von Präsident Ulysses Grant und dann kurz darauf auf den Mississippi. Am Wisconsin-Ufer des auch hier schon mächtigen Flusses geht's nach Norden bis La Crosse. Unterwegs sehe ich einen mächtigen Bald Eagle, das amerikanische Wappentier.
In La Crosse überquere ich dann den Mississippi und gelange nach Minnesota. Der Fluß bildet hier die natürliche Grenze zwischen den beiden Staaten.


10. Tag Rochester - Badlands NP - Rapid City, South Dakota
 
Wow, das waren heute 975 Km - und was für welche. Schnee bis Mittags - dann nur noch blauer Himmel und ein toller Sonnenuntergang in den Badlands.

Der Wecker klingelte heute bereits um 06:00 Uhr. Nach einem kräftigen Frühstück bei Denny's ging' auf den Interstate, immer geradewegs nach Westen. Es schneit und das Fahren ist nicht wirklich angenehm. An der Grenze zu South Dakota wird es dann ganz heftig - und kurz danach ist aller Schnee weg. South Dakota ist ein riesiger Flächenstaat. Einmal quer durch geht der Missouri River, den Lewis und Clark auf ihrer berühmten Expedition bereist haben. Nach Überquerung fängt der "echte" Westen an. Dominierte zuvor noch das Farmland, hat man es nun mit der offenen Prarie zu tun, soweit das Auge reicht. Nach ca. 300 Meilen, fast am westlichen Ende, biege ich ab in den Badlands National Park. Dies ist ein Traum für jeden Photographen. Die ca. 60 Meilen lange "Wall" bildet hier die Grenze zwischen unterer und oberer Prarie. Ständige Erosion sorgt dafür, dass die Badlands irgendwann gar nicht mehr da sein werden. Ein absolutes Highlight ist die Gravel Road zum südlichen Ausgang des Parks. Hier sieht man jede Menge der gößten in den USA an Land lebenden
Tiere, der Bisons bzw, Buffalos.


11. Tag Rapid City - Mt. Rushmore - Custer - Cheyenne, Wyoming
 
Das Continental Breakfast im Motel ist äußerst bescheiden. Ich gönne mir noch einen Nachschlag auf dem Zimmer. Dann das Auto wieder vom Schnee befreien. Tanken, Kaffee und los zum Mount Rushmore. Deswegen bin ich ja u.a. in dieser abgelegenen Gegend. Der Eintritt ist frei - das Parken kostet jedoch üppige 10 Dollar. Zwei riesige Parkhäuser für die Besucher. Ich zähle knapp 10 Autos. Auf den ersten Blick sind die Präsidentenköpfe kleiner als erwartet, aber auf dem Presidential Trail kommt man Washington, Jefferson, Lincoln und Roosevelt doch näher. Das Ganze ist wirklich gut gemacht und sehr beeindruckend. Unvergessen auch die Szenen des Hitchcock-Klassiker 'North by Northwest' mit Cary Grant und Eva Maria Saint auf den Köpfen.
 
Ein  paar Kilometer weiter wird derzeit am Crazy Horse Memorial geschliffen. Die Indianer haben sich (zu Recht) beschwert, dass auch sie große Persönlichkeiten der amerikanischen Geschichte hervorgebracht haben... Ich mach ein Foto aus der Ferne.
Mich lockt der Custer State Park, der größte Park South Dakotas. Die Wildlife Loop macht ihrem Namen alle Ehre. Unzählige Pronghorn-Antilopen und Bisons in unmittelbarer Nähe. Ich bleibe sicherheitshalber im Auto sitzen und fahre im Slalom um die Tiere herum, die sich nur sehr widerwillig von der Straße begeben.
 
Da das Wetter nicht wirklich gut ist, kann man auch fahren. Also beschließe ich, heute noch bis Cheyenne in Wyoming zu fahren. Immer wieder heftige Schnneschauer. Einmal muss ich sogar anhalten. Ich konnte nicht mehr erkennen, wo die Straße ist. Zum Glück kam ein großer LKW vorbei - da hab ich mich dann angehängt
. Die Fahrt dauerte nun witterungsbedingt doch deutlcih länger. Es ist schon dunkel, als ich ankomme, aber so kann ich das State Capitol von Wyoming halt mal in anderer Stimmung fotografieren.


11. Tag Cheyenne - Rocky Mountains N.P. - Boulder, Colorado
 
Cheyenne hat seine besten Tage schon hinter sich. Das war zu der Zeit, als die Eisenbahn kam und etwas weiter nördlich der Oregon Trail zu versorgen war. Heute gibt es noch einige alte Gebäude im Historic Downtown District zu bewundern. Die Union Pacific hat hier ein großes Raildepot; Passagierzüge halten jedoch schon lange nicht mehr. Nach gut 20 Minuten hab ich genug gesehen.

Ich muss auch los - ein Highlight wartet: Der Rocky Mountains National Park.
Nachdem ich im Badlands NP nichts bezahlen brauchte, kaufe ich nun einen Annual Pass (ehemals Golden Eagle) für 80$ - es kommen ja schließlich noch mehr Parks auf der Reise. Im September 2005 war ich hier schon mal. Jetzt im Winter liegt massig Schnee. Die Straße über die Berge ist sowieso noch bis Mai gesperrt.
Das Wetter ist phantastisch, nur ein wenig windig. Ich entscheide mich für den Trailhead am Bear Lake auf 2900 Meter Höhe. Zweimal versinke ich bis über die Knie, weil ich keine Schneeschuhe dabei habe. Ich fahre anschließend noch ein wenig durch den Park und steuere auch die Wild Basin Area an. Hier lockt mich noch ein weiterer Trail zu Wasserfällen. Die Fälle sind aber unter Schnee begraben und nicht zu sehen. Um 17:00 bin ich wieder zurück am Auto; Zeit um die letzten 30 Meilen bis Boulder bei Tageslicht zurückzulegen.

Boulder, America's Number One Sports Town, ist genial. Ich habe das Gefühl, hier der Älteste zu sein. In Boulder befindet sich die University of Colorado. Es ist Freitag Abend und offenbar will jeder Student ein Bier Trinken. Es gibt hier alleine fünf Brewpubs mit eigener Bierherstellung. Das ist natürlich auch was für mich. So einfach ist das aber nicht -auch 1er-Gruppen müssen 45 min auf einen Tisch warten. Ich lass meinen Namen notiern und laufe noch ein wenig durch die Fussgängerzone - auch hier nur junge Leute. Hier gibt's Anfang März auch schon die ersten Motorradfahrer - bei 0°C in den Rockies!
Ich hab zwei Nächte im University Inn gebucht - sehr gute Wahl!


12. Tag Boulder

Boulder liegt genial direkt an der Frontrange. Zu Fuß kann man hier zu vielen Trails gelangen. Gestern Abend im Brauhaus hatte ich mir einige Trails ausgesucht. Der Eldorado Canyon State Park soll's sein. Der Park ist ein Eldorado für Climber, bieter er mit nahezu senkrechten Wänden hierzu jede Menge Möglichkeiten. Gleich zu Anfang im Park die erste Überraschung: Die Straße zum Trailhead des Rattlesnake Gulch Trails ist nur für 4WD oder mit Schneeketten zu befahren. Ok, also zu Fuß den Berg hoch. In Summe macht das ca. 1 Meile mehr. Es geht stetig bergan bis zu einem Viewpoint auf die Continental Divide, der Wasserscheide zwischen Atlantik und Pazifik, immer entlang der höchsten Erhebungen der Rocky Mountains. In unmittelbarere Nähe quälen sich hier die Züge der 'Denver and Rio Grande Railroad' den Pass hinauf. Ein Güterzug hatte zwei Lokomotiven vorn, vier (!) Loks in der Mitte und eine hinten. Einmal täglich kommt auch der Califonia Zephyr von Chicago über Denver nach San Francisco vorbei. Ich habe Glück und mache einige Fotos.

Es ist genau Mittag als ich wieder am Auto bin. Also auf zum nächsten Trail: den Royal Arch Trail, einer von unzähligen, die von der City of Boulder im Rahmen der Open Space & Mountain Parks betrieben werden.
Der Anstieg ist heftig, ich muss einige Pausen einlegen, aber die Mühe lohnt sich. Nicht nur die Blicke zurück auf Boulder sind atemberaubend, nein, in die andere Richtung sieht man sogar die Skyscraper von Downtown Denver in der Ferne.
 
Heute Abend fühle ich mich besser, gleich in doppelter Hinsicht: ich habe doch noch ältere Menschen gesehen und Zweitens: Die Kondition für die Berge auf Hawaii kommt so langsam. Gestern fühlte ich mich noch ziemlich elend nach dem Trail im RMNP. Heute gehts mir deutlich besser, auch wenn der zweite Trail noch ein wenig heftiger als der erste war.

Frisch geduscht und mit neuer Klamotte geht's wieder in 'nen Brewpub. Heute gibt es Ribs mit Fries. Das Bier heißt Buffalo Gold - schmeckt ganz gut. Das Essen kommt und ich ordere dazu ein Red Ale namens 'Fire Chief' mit 5,2% Alkohol. Auch nicht schlecht, aber nicht unbedingt kompatibel mit dem deutschen Geschmack. Reinheitsgebot oder so gibt es hier nicht.


13. Tag Boulder - Golden - Georgetown - Vail - Grand Junction

Heute fängt hier die Sommerzeit an. Es ist also schon 08:00 Uhr als ich aufstehe. Schweren Herzens verlasse Boulder - hier kann man länger bleiben.

Ich fahre noch mal auf den Pass zur Bahnstrecke. Der
Califonia Zephyr hat etwas Verspätung. 

Bei Bent Gate in Golden wollte ich mir einen neuen Schlafsack kaufen. Den Laden kenn ich schon seit der Colorado-Reise 2005. Keine Kette wie REI oder MEC, sondern von Freaks geführt und nur das Beste vom Besten. Mein Schlafsack muss von Western Mountaineering sein. Nach einer super-Beratung und Probeliegen weiss ich nun genau, welcher es sein soll - der Badger MF in Größe 7'0''. Das Teil ist nur leider nicht da; ich werde dann wohl aus Deutschland direkt ordern. In Golden kann man ansonsten noch das Colorado Railroad Museum oder die Coors-Brewery besichtigen

Der Interstate I70 ist für mich der einzige Weg über die Rockies. Viele Pässe sind eh geschlossen und für den Rest ist mein Auto nicht geeignet. Das Wetter ist aber genial, das Fahren kein Problem heute und somit natürlich auch keine Kettenpflicht.  Die Chain-Up-Areas sind verwaist.
Kurzer Stop im historischen Georgetown. Hier quält sich im Sommer die Georgetown-Loop-Railway sehr zur Freude der Touristen die Berge hoch.

Durch den Eisenhower-Tunnel geht es unter der Continental Divide hindurch.
Ich will Powder: Breckenridge, Keystone und Copper Mountain lass ich links liegen. Vail heißt das Ziel.
In einem riesigen unterirdischem Parkhaus kann ich kostenlos parken. Hier ist ziemlich was los; ich gehe zielstrebig zum Zielhang wo die Lifte die Skier und Snowboarder wieder nach oben bringt. Viele schöne Menschen um mich rum. Hier unten am Lift in der Sonne ist es das erste Mal richtig warm!

Ich lasse mich ein wenig treiben - selber auf die Ski ist eher nicht so mein Ding.
Hier ein Zimmer suchen ist auch nicht die beste Idee - also doch weiter.

Kurz hinter Vail kreuzt der Interstate den Colorado River, der etwas weiter nördlich im RMNP entspringt. Kurz darauf geht es durch den Colorado Canyon ziemlich heftig bergab. Hier unten sind wir zwar immer noch in den Rocky Mountains aber es ist nun definitiv vorbei mit Skifahren, Schnee und Winter. Das Thermometer zeigt plötzlich 52°F, als so ca. 12°C. Ich schwitze, muss anhalten und die GoreTex-Jacke mit dem eingezippten Fleece ausziehen. Das war's jetzt wohl endgültig mit der Winterklamotte.

Der Colorado begleitet mich nun noch für weitere 100 Meilen bis Grand Junction. Kurz vorher verlasse ich den Interstate und fahre eine parallele Nebenstraße entlang vieler kleiner Wineries.
 

14. Tag Grand Junction - Arches NP - Capitol Reef NP - Bryce Canyon NP

Das war heute ganz großes Kino!! Natur im Überfluss: Colorado National Monument, Colorado Riverway Recreation Area, Arches National Park, Capitol Reef National Park und Grand Staircase Escalante National Monument.

In den Parks heute kann man allein einen mehrwöchigen Urlaub verbringen. Zum Glück kenne ich alle Parks durch viele Besuche in den vergangenen Jahren. Heute war das eher die Zeitraffer-Version, aber alles ist noch genauso genial, wie ich es in der Erinnerung habe. Um es GANZ DEUTLICH zu sagen: Nachmachen ist nicht empfehlenswert; ich bin quasi nur auf der Durchreise, weil ich doch noch einige Tage in Las Vegas und Los Angeles verbringen will.
Zwei bis drei Tage pro Park (incl. Trails) sind eingentlich Pflicht und außerdem gibt's auch noch den Canyonlands NP, die Glen Canyon/Lake Powell NRA oder den Natural Bridges NP oder ...

Ds Thermometer hat heute im Capitol Reef erstmals die 60°F überschritten. Bald ist kurze Hose angesagt. Die ersten Camper und Zelte hab ich auch mit Wehmut registriert. Hier in Utah ist jetzt einfach Frühling und die Saison geht los. Im Arches NP gab es um 11:00 noch freie Plätze auf dem Campground - das hab ich noch nie erlebt. Eigentlich eine ideale Reisezeit für eine Tour mit dem Wohnmobil.

Gegen 20:00 Uhr komme ich dann doch ziemlich erledigt bei Ruby's Inn im Bryce Canyon National Park an. Hier auf 8.000 ft liegt wieder etwas Schnee. Zur Feier des Tages gibt es heute was aus der Mikro und statt Bier mal einen australischen Shiraz von Lindemans.
Morgen geht der Wahnsinn weiter mit Bryce Canyon und Zion National Park.

15. Tag Bryce Canyon NP - Zion NP - Las Vegas, Nevada

Viel ist noch nicht los so früh am Morgen im Bryce - dafür ist das Licht für die Photos um so besser. Gut dass ich den Jahrespass gekauft habe. Der populäre Bryce-Canyon National Park kostet nun immerhin schon 25$ Eintritt. Bryce Point ist m.E. der schönste Lookout im ganzen Park. Da fahr ich zuerst hin. Außer mir ist nur ein älteres Ehepaar vor Ort; die hier schon den Sonnenaufgang erlebt haben, wie sie stolz berichten. Und wirklich, der Blick ist genial; der Park ist definitiv Pflichtprogramm bei jedem Besuch von SW-USA. Ich klappere noch die anderen Viewpoints ab; bin aber zu faul auf einen Trail zu gehen - kenn ich schließlich fast alle schon. 

Zion National Park ist der nächste Stop unmittelbar auf dem Weg weiter Richtung Nevada. Zion ist einer meiner Lieblingspark. Die Straße hinunter ins Tal des Virgin-Rivers muss man einfach mal gefahren sein; der Tunnel, die Serpentinen - super! Unzählige Male war ich hier schon - es ist immer wieder etwas Besonderes. Angels Landing ist der Trail, den man machen muss (wenn man Zeit hat)!  Ich schaue mir das neue Visitorcenter an - mein Gott, haben sie hier was hochgezogen!

ES heißt Abschied nehmen von der grandiosen Natur. Über St. George, Utah, fährt man dann durch die Virgin River Gorge, Arizona, hinuner in die Wüste nach Mesquite, Nevada. Wieder die Uhr umstellen - endlich bin ich auf Pacific Time.

Hier unten in der Wüste, auf (nur noch) 2000 ft, knackt das Thermometr die 80°F - 28°C !! Ich mach zum ersten Mal die Klimaanlage an.

Noch zwei Stunden öde Fahrt durch unwirtliche Landschaft, dann ist sie da, wie aus dem Nichts: Die Silhouette von Las Vegas - unter einen Dunstglocke!
Las Vegas, ich liebe diese Stadt; es ist glaube ich, mein 7. Besuch oder so.

Ich checke ein, noch ein wenig frisch machen, und dann auf in den Kampf! Die Casinos rufen. Ich schaue mir die Löwen-Dompteure im MGM Grand an; aber die Automaten ziehen mich auch magisch an; schnell noch eine Player's Card organisieren und los...

In den modernen Casinos sind die Automaten alle upgegradet; Quarters gibt's nicht mehr - wenn man auf 'Cash Out' drückt, kommt das Klimpergeräusch nun über einen eingebauten Lautsprecher und das Geld in Form eines für den nächsten Automaten lesbaren Ppierstreifen. Schade - irgendwie fehlt da etwas vom bekannten Flair! Egal, nach einigen Stunden (!) im Excalibur, MGM Grand und New York, New York bin ich total müde aber immerhin 100$ reicher!


16. Tag Las Vegas

Ich ziehe mir gleich ein T-Shirt an und suche die Sonnencreme raus - besser ist das! Mein Gewissen sagt mir, dass ich nicht gleich morgens schon wieder Daddeln gehen kann. Also stärke ich mich bei Denny's (wo sonst!) und shop noch mal kurz beim Wal*Mart. Jemand hatte Mitleid mit meinem Auto und hat 'wash me' auf die Heckklappe geschrieben. Der Mensch hat recht - so kann ich den Wagen auf gar keinen Fall abgeben. Auffällig ist weiters die mit Hamburg durchaus vergleichbare hohe Cabrio-Dichte hier in Las Vegas - neben mir auf dem Beifahrersitz liegen hingegen noch Handschuhe und Mütze!

Ich mache einen Ausflug zur Lake Mead NRA (National Recreation Area - so langsam solllte das der geneigte Leser drauf haben!). Die Marina, mit den dicken Fischen gucken. Ich sitze auf dem wunderschönen Campground am Boulder Beach direkt am Wasser und schreibe diese Zeilen. Gleich geht's wieder zurück nach Las Vegas.

Die Downtown-Casinos rund um die Fremont Street bilden einen zweiten lohnenswerten Komplex, etwas weiter ab vom Strip.  Im Golden Nugget trete ich auch dem Players Club bei - man kriegt sogar 10$ Bonus für free Plays auf die Karte geladen. Nützt mir aber nix - das Geld ist schnell weg.

Ich parke das Auto am Excalibur und fahre mit der Monorail den Strip herunter. Zu Fuß will ich mich wieder "Hocharbeiten". Erste Station ist das neue Wynn-Resort & Casino. Ich schaue mir die Ferrari- und Maserati-Sammlung an. Fotografieren ist leider verboten. Die singenden Gondoliere am Venetian sind auch nicht schlecht, wirklich super sind jedoch die Wasserfontänen vorm Bellagio zu 'Time to say Goodbye' - Planten un Blomen in groß!

Im Bellagio versuche ich auch wieder mein Glück im Spiel. Ich gewinne und verliere - am Ende des Tages steht ein Verlust von 40$ zu Buche, insgesamt also ein positiver Saldo - was will man mehr.  Noch vor Mitternacht bin ich im Motel - also noch genug Zeit um diese Zeilen zu schreiben. Ich leere dabei das letzte Straub-Beer aus PA.
Ich hab viel Spaß in Las Vegas gehabt!


17. Tag Las Vegas - Joshua Tree National Park - San Diego, California

Es ist geschafft: ich bin tatsächlich einmal quer durch:
Ich
stehe am Pazifik, genauer, am Hafenbecken von San Diego.

Die Sonne ist gerade untergegangen. Das Motel 6 ist die Härte: Direkt darüber gehen die Flieger runter und unmittelbar hinter der Zimmerwand ist die Bahn. Egal, dafür ist es innerhalb meines Budgetrahmens und die Lage ist super: Walking Distance nach Downtown entlang des hübschen Harbour Drives. Ich kehre in der Karl Strauss Brewery ein. Heute gibt es Fish' n' Chips und dazu Red Trolley Ale und Woody Gold - beide sehr lecker. Die Red Trolleys sind hier die Straßenbahnen, mit denen man auch bis an die mexikanische Grenze nach Tijuana fahren kann. Hätte ich mehr Zeit, würde ich das gerne mal machen - ich war vor 15 Jahren schon mal in Tijuana und hatte eine Menge Spaß - alles billig, billig;-)

San Diego ist klein, sehr klein, zumindest die Innenstadt - man kann quasi zu Fuß vom Flughafen nach Downtown gehen. Aber der Reihe nach:

Von Las Vegas geht' s über den Interstate direkt nach Kalifornien. Gleich hinter der Grenze biege ich jedoch schon ab, in die Mojave National Preserve: Hier ist die Wüste  zum Gegenstand nationalen Interesses erhoben worden, und wirklich, die Route ist nicht uninteressant. Im Visitor-Center in Kelso mach ich mich schlau, was man hier so alles machen kann, wenn man nicht nur auf der Durchreise ist. Naja, soviel ist es dann auch nicht, ist ja aber auch kein National Park und kostet auch nix!. Ich errege Aufsehen: wo ich denn mit meinem Auto gewesen sei - es hätte doch schließlich seit Wochen nicht geregnet...

Das sieht im Joshua Tree National Park schon anders aus: Mein Annual Pass gewährt mir jedoch freie Fahrt. Es ist ganau Mittag als ich in Twentynine Palms ankomme und das Thermometer zeigt erstmals 30°C - das ist bisher Rekord. Joshua Tree ist bei Sunset am Schönsten. Das weiss ich noch; leider kann ich nicht so lange warten. Als Remineszenz an Damals fahre ich noch zum Jumbo Rocks Campground. Hier muss man einfach mal übernachtet haben. Der Sternenhimmel ist einfach nur genial. Ein weiteres Highlight des Parks - und zur Abwechslung mal neu für mich - ist Cottonwood Springs. Hier mache ich einen Mini-Trail.

Nochmals geht es weiter abwärts ins Tal - nach Indian Wells. Kennt man irgendwie; ich glaube, hier findet einmal jährlich ein wichtiges Tennis- oder Golf-Turnier statt. Hier gibt es Palmen ohne Ende (und Geld und dicke Autos).
Ich schwitze - wir haben jetzt schon 33°C (Die Mütze und die Handschuhe hab ich heute morgen in die Reisetasche gepackt - ich glaube, die brauch ich nicht mehr.) Die Fahrt auf der 74 über die südlichen Ausläufer der San Bernardino Mountains ist wunderschön.
Dann ist es nur noch ein kurzes Stück direkt über die I15 mitten hinein nach San Diego.
 
Der IPod ist mittlerweile bei Lied 578 von 11736 angekommen. Ich hab's seit Philadelphia auf Random Play eingestellt, muss allerdings zugeben, zwischendurch auch mal fremdgehört zu haben.
Die Digicam ist übrigens auch schon bei Bild 1212. Da muss wohl mal ein Best-of her!


18. Tag San Diego - Long Beach - Los Angeles

Ich schlafe trotz der Bahngleise gut. Die ersten Tageskilometer führen mich zum Cabrillo National Monument, quasi im Stadtgebiet von San Diego. Juan Rodríguez Cabrillo war übrigend 1542 der erste Europäer, der seinen Fuß im Westen der heutigen USA an Land setzte. Bei den Tidepools im Park stehe auch ich zum ersten Mal direkt am Pazifik. Weiters gibt es hier einen alten Leuchtturm zu besichtigen und die tollen Aussichten auf San Diego, die Coronado Halbinsel und bis nach Mexico auf die Baja California zu genießen.

Im Belmont Park nahe SeaWorld bei Mission Beach mache ich eine Fahrt im Giant Dipper, einer grandiosen Holzachterbahn von 1924, direkt an der Strandpromenade. Ich teste die Wassertempratur - badetauglich!

Noch einen kleinen Umweg über La Jolla. Diese Bessere-Leute-Gegend liegt nur knapp nördlich von San Diego, direkt am Meer. Hier gibt es eine u.A. eine Seehundkolonie zu bestaunen.  Die Parkplatzsuche gestaltet sich allerdings etwas schwierig.

Es ist mittlerweile schon früher Nachmittag - heute muss ich ja "nur" nach LA. Das kann aber dauern. Ich nehme die Küstenstraße 101 - nur ein kurzes Stück muss man den Interstate I5 nehmen, weil es nicht anders geht.

Nach ein paar Stunden bin ich in Long Beach. Ich entdecke eine Self-Wash-Anlage und für 4$ ist das Auto nach 2 x vier Minuten später wieder weiss. Direkt neben der Queen Mary liegt ein Kreuzfahrtschiff. Ich mache ein paar obligatorische Photos. Gefällt mir gut hier, direkt im Yachthafen gegenüber, sehr hübsch, sehr gepflegt.

Mit der Dämmerung treffe ich am reservierten Hotel in der Nähe des Los Angeles Int'l Airports ein. Dies wird nun für drei Nächte mein neues Domizil.


19. Tag Los Angeles

Ich fahre La Cienega hoch und frühstücke bei Norms - muss man nicht kennen, die Insider werden jedoch neidisch sein. Am Hollywood Blvd schau ich mir das Manns Chinese Theatre und das Kodak Theatre an (da wo es die Oscars zu holen gibt). Heute kein roter Teppich, keine Stars und Sternchen weit und breit. Nur eingelassen auf dem Fußweg. Hier tummeln sich auch jede Menge verkleideter Komparsen, die sich für ein paar Dollars mit den Touristen fotografieren lassen. Wer möchte, kann sich mit Charly Chaplin, Darth Vader, Spiderman, Chewbacca oder dem Esel aus Shrek ablichten lassen.

Ganz in der Nähe fängt der berühmte Mulholland Drive an. Dieser Scenic Drive über die Berge bietet immer wieder tolle Aussichten auf Downtown LA oder aber auch das Valley, wo z.B. die Universal Studios sind. Wer hier oben in den Bergen wohnt, entgeht nicht nur dem Smog in der Stadt sondern hat es im wahrsten Sinne des Wortes geschafft. Viele private Stichstraßen gehen hier ab; oftmals aber gleich schon mit Security-Posten am Anfang, so dass man da als Normalo gar nicht reinfahren kann.

Ich fahre über Pacific Palisades nach Santa Monica. Es ist super windig und am Strand gibt es tatsächlich eine Art Sandsturm; natürlich liegt hier keiner. Auch von den Baywatch-Schönheiten ist leider nichts zu sehen - schade! Dafür ist auf der lang ins Meer hinausgebauten Jetty um so mehr los. Ich lass mich treiben und suche mir ein windgeschützes Plätzchen in der Sonne.

Ich nehme den Wilshire Blvd und stoppe bei Magnolia Audio Video, 2800 Wilshire. Das ist HighEnd Audio und Video auf Amerikanisch. Martin Logan und McIntosh ersetzen hier Accuphase, B&W und Burmester - leider auch keine Squeezebox da, die ich mitbringen sollte. Ansonsten sehr interessanter Laden - gibt es so sonst nicht in den Staaten. Ich nehme zwei Kataloge mit.

Weiter nach Westwood Village; ich schlendere noch ein bißchen über den Campus der UCLA (University California Los Angeles) und schaue, was es in den vielen umliegenden Kinos gibt - nichts, was mich wirklich interesiert. Da ess ich lieber mal was. Übrigens ist das Village längst nicht mehr so schön wie vor 15 Jahren - schade!


20. Tag
 Los Angeles

Heute möchte ich noch mal nach Beverly Hills, Malibu Beach und zum Schluss noch mal nach Venice Beach.  Ich werde mir wohl am Rodeo Drive nichts kaufen - schaun mer mal.

Um 08:30 gehts erstmal zum Frühstücken. Anschließend laufe ich eine gute Stunde kreuz und quer durch Beverly Hills, besuche auch den Farmers Market.
Die Geschäfte machen am Sonntag erst um 12:00 auf. Cops und Pretty Woman sind auch nicht zu sehen. Das ganze wirkt noch alles ewas verträumt um diese Zeit.

Nach dem Besuch bei den Schönen und Reichen geht's wieder in die Berge, den einen Canyon rein, den Malibu-Canyon wieder raus. E s geht auch kürzer nach Malibu über den Coastal Highway 101, aber den will ich ja zurück fahren. Hier und da sieht man noch Spuren der Waldbrände, die man so aus dem TV kennt. Am Malibu Beach sehe ich den Surfern zu. Die Brandung ist heute aber eher als lau zu bezeichnen.

Venice Beach ist am Sonntag Nachmittag natürlich supervoll. Hier tummeln sich jede Menge Performance-Künstler und sonstige Selbstdarsteller; aber auch viele fertige Typen. Der Muscle-Beach ist allerdings verwaist.

Über die Marina-Del-Rey fahre ich zurück zum Hotel. Auch hier wieder jede Menge großer und kleiner Boote und exklusiver Appartments direkt am Wasser; eine sehr schöne Gegend zum Wohnen.

Dann gibt es da natürlich jetzt noch das leidige Thema mit dem Packen. Die Hälfte hab ich fertig - jetzt wird erstmal geschreiben. Es wird heute früh Schlafen gegangen, denn morgen um 09:00 Uhr hebt der Flieger in LAX schon ab.

 - ENDE USA -


 - BEGIN Hawaii Diary -


 
 

 

 

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