Reisebericht von Martina & Ecki: Mit dem BushCamper von Albanien bis in den Kaukasus

Martina und Ecki aus Berlin sind seit zwei Jahren mit ihrem BushCamper unterwegs – von Albanien über Rumänien und die Türkei bis nach Georgien. Sie haben uns ihre Fotos und ihren Text geschickt. Hier ist ihr Reisebericht in ihren eigenen Worten.

Warum ein BushCamper?

Wir – Martina und Ecki aus Berlin – lieben unabhängiges Reisen, in der Natur zu sein, (fast) jedes Ziel ansteuern zu können und zu bleiben, wo es uns gefällt.

Dafür brauchen wir einen Camper, der robust und zuverlässig ist, Bodenfreiheit, Allrad und Sperrdifferential hat, klein genug ist, um uns auch dorthin zu bringen, wo normale oder schwere und große Autos nicht hinkämen, autark ein paar Tage in der Natur stehen kann, weltweit verkauft wird, so dass man (fast) überall Ersatzteile bekommt – und der uns zugleich ein wenig Komfort bietet (bequemes Bett, autarke Stromversorgung, vergleichsweise großer Kühlschrank, fließendes Wasser, Klimaanlage, Standheizung usw.).

Dabei geht es uns nicht darum, immer und überall offroad zu fahren – das ist für uns kein Selbstzweck. Wir möchten aber auch nicht umdrehen müssen, nur weil die Wege holprig oder ausgewaschen sind. Für uns war der BushCamper die richtige Entscheidung. Seit wir ihn vor zwei Jahren gekauft haben, hatten wir viel Spaß damit. Die folgenden Bilder geben einen kleinen Einblick.

(Fast) jedes Ziel ansteuern können – Türkei, Pontisches Gebirge

BushCamper unterwegs
Am Schwarzen Meer erhebt sich in der östlichen Türkei das Pontische Gebirge mit Teeplantagen, kleinen Dörfern und phantastischen Aussichten.
BushCamper unterwegs
Für die oftmals schmalen Straßen und engen Haarnadelkurven empfiehlt sich ein halbwegs wendiges Fahrzeug, das außerdem …
BushCamper unterwegs
… im Idealfall geländegängig ist und so die wunderbarsten Aussichtspunkte zum Übernachten erreicht.
BushCamper unterwegs
Pontisches Gebirge nahe Şiran, Türkei.

Wo wir mit großen Autos Schwierigkeiten hätten – Georgien, Kleiner Kaukasus

BushCamper unterwegs
Georgien ist ein spektakuläres Reiseland mit phantastischen Landschaften, netten Menschen und leckerem Essen. Die Infrastruktur erfordert aber auch auf vielen Nebenstraßen ein robustes Fahrzeug mit Bodenfreiheit. Auf den vielen engen (Pass-)Straßen mit steilen Abhängen auf beiden Seiten hat uns die geringe Fahrzeugbreite manchen Stress erspart.

Wo wir mit schweren Autos nicht hinkämen – Vashlovani-Nationalpark und Chachuna-Reservat

BushCamper unterwegs
Das südöstliche Georgien im Grenzgebiet zu Aserbaidschan bietet einzigartige Landschaften. Erforderlich sind (leicht erhältliche) Border Permits, die auch kontrolliert werden.
BushCamper unterwegs
Die dortigen Nationalparks sind (zu Recht) nur für Fahrzeuge bis 3,5 t erlaubt. Ein Grund dafür ist, dass schwerere Fahrzeuge die unbefestigten Wege und Flussfurten insbesondere bei Regen zerstören würden.
BushCamper unterwegs
Es geht tagelang über Stock und Stein, über Berg und Tal, steil hinab durch trockene und weniger trockene Flussbetten und am gegenüberliegenden Ufer wieder steil hinauf. Fürs Durchkommen haben wir hier tatsächlich Bodenfreiheit, Allradantrieb und Sperrdifferential gebraucht.

Wo wir mit normalen Autos nicht hinkämen – Georgien, zum Goderdzi-Pass

BushCamper unterwegs
Im ländlichen Raum ist freies Campen kein Problem. Für die Zufahrt zu den schönsten Plätzen sind Bodenfreiheit und Allradantrieb wirklich hilfreich. Den Platz am nächsten Tag sauber zu hinterlassen ist selbstverständlich.

Einfach bleiben, wo es uns gefällt

BushCamper unterwegs
Albanien, Valbona-Tal: Albanien hat eine bessere Infrastruktur als allgemein vermutet wird. In den Bergen ist ein robustes Fahrzeug aber mitunter sehr hilfreich. Die Solarmodule zur Stromversorgung und die Außenküche waren hier oft im Einsatz.
BushCamper unterwegs
Rumänien: In Braunbär-Gebieten ist es nachts ein gutes Gefühl, ein festes Gehäuse um sich herum zu haben. In Rumänien sind aber nicht nur die Karpaten eine Reise wert. Insbesondere das Donaudelta mit Bootstouren empfehlen wir wärmstens.
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Türkei, Tuz Gölü (Salzsee).
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Georgien, Tabatskuri-See: Der auf 2.000 Meter Höhe liegende Kratersee ist aus Richtung Osten nur über unbefestigte Straßen zu erreichen.
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Abends wird lecker gekocht und bei Sonnenuntergang wird es kalt – ab ins gemütliche Bett. Nach nächtlichem Regen brauchten wir am nächsten Tag Allrad, Sperrdifferential und Sandbleche, um das schlammige Gelände in Richtung der halbwegs befestigten Piste zu verlassen.
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Georgien, Udabno: Im Vergleich zu unserem vorherigen Reisemobil (Pickup mit Dachzelt) genießen wir sehr so schöne Dinge wie eine autarke Stromversorgung inkl. Kühlschrank.
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Griechenland, nördlich von Alexandroupolis: Nach einer sehr netten Runde mit Einheimischen in einer Taverne folgt die Übernachtung an einem ruhigen Ort in Seenähe.

Jedes Ziel erreichen und bleiben, wo man mag – Georgien, Hoher Kaukasus

BushCamper unterwegs
Im Hohen Kaukasus müssen wir quasi nach jeder Kurve halten (und es gibt sehr viele), weil wir immer eine neue, noch faszinierendere Aussicht genießen wollen. Wunderbar, wenn man mit Blick auf den über 5.000 Meter hohen Hauptkamm des Hohen Kaukasus einfach irgendwo übernachten kann.

Liebe Grüße von Martina und Ecki

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